Seit ein paar Tagen gibt es MySpace auf deutsch. Inzwischen trudeln die ersten einschlägigen Profile ein.
MySpace sucht übrigens einen Director Marketing und Content für den deutschen Markt. [q48]
Web 2.0
Es gibt 251 Beiträge in Web 2.0.
Gestern hott, heute hüh?
Ist das manager magazin eine gespaltene Persönlichkeit? Im gedruckten Heft musste es vor kurzem die Sorge um eine Bubble 2.0 schüren. Die Botschaft dort: Web 2.0 = Bubble 2.0, der ernsthafte Manager von heute lässt die Finger davon.
Auf der Website hingegen schafft es das gleiche Blatt, ein differenziertes Portrait des gleichen Themas zu zeichnen. Andreas Neef und Willi Schroll schreiben dort unter der Überschrift „Waffe der Verbraucher“:
Web 2.0 ist vor allem eins: Eine Revolution in den Köpfen.
Microwork, Netzwerkeffekt, Community, Gift Economy oder Crowdsourcing lauten einige der Buzzwords, die dort durchaus zu einem kohärenten Ganzen verbunden werden. Hier lautet die Botschaft: Liebe Manager, da braut sich etwas zusammen. Seid dabei, bevor es zu spät ist.
Die Erklärung ist relativ einfach und findet sich unter den Fotos der beiden Autoren:
Andreas Neef ist geschäftsführender Gesellschafter des Think Tanks Z_punkt. Der Zukunftsforscher und Innovationsberater verantwortet seit Anfang der 90er Jahre Innovations-Projekte für namhafte Großunternehmen. Willi Schroll ist Research Analyst mit Schwerpunkt Emerging Technologies und Internetentwicklung bei Z_punkt.
Dieser Artikel hat also einen völlig anderen Zweck – Marketing für eine Beratungsfirma. Das gedruckte manager magazin pflegt derweil den Nimbus des kritischen Presseorgans.
Also alles in schönster Ordnung. Keine Bewusstseinsspaltung. Und die Frage von Björn Ognibeni kann man jetzt auch beantworten:
Jetzt bin ich mal gespannt, wann es so ein Artikel von der Web- in die Print-Ausgabe schafft…
Wohl nie.
Perspektivumkehr
Es wird immer schwerer, das Leben. Muss am vorgerückten Alter liegen. Oder ist es nur ein postfrakturelles Trauma? Wie auch immer: Auch Medienschaffende müssen immer mehr kämpfen. Jüngste Beispiele:
- Thomas N. Burg, gerade frisch zusammen mit dem Fischmarkt auf einer Liste, bekommt einen Satz Fragen per Mail, beantwortet sie schön brav – und stellt die Antworten prompt ins Netz. Exklusivität war gestern. (Es geht übrigens um Medien und Web 2.0, aber das nur nebenbei. Diese ungefilterte Vorabveröffentlichung ist dann gleich ein Schnellkurs für den fragenden Journalisten.)
- Harald Schmidt, bekennender Internet-Anfänger („Ich google meinen Namen einmal pro Stunde“), wird von Tita von Hardenberg in seiner Show mit einer Handkamera gefilmt (oder so ähnlich). Die Polylux-Frontfrau bewirbt damit ihr heute startendes
polyblogpolylog, wo das Video dann auftauchen soll. - Handelsblatt-Journalist Thomas Knüwer, selbst Blogger, sieht sich plötzlich der gezückten Kamera von Lukasz Gadowski gegenüber. Der Spreadshirt-Frontmann führt damit ein Interview für sein Blog Gründerszene.
Und das ist sicher noch nicht alles.
Google PR Office
Warum hat Google sein jüngstes PR-Thema nicht über die einschlägigen Blogger gespielt, sondern ganz klassisch über New York Times und InformationWeek? Die Antwort steht bei Next 10 Years.
Mein Fotoalbum und der Weltkonzern
Wenn die Telekom auf einen Web-2.0-Trend aufspringt, ist das wie mit einem Taxifahrer, der einem Aktientipps gibt: Höchste Zeit, auszusteigen. Weiterlesen auf Themenblog