The key message in this panel is clear: The age of traditional branding is over. As our connectedness and social life online evolve, branding too becomes more social: Brands increasingly have to rely on their customers‘, friends‘ and social networks‘ recommendations – which is also the core of viral marketing. It it’s not funny, inspiring or otherwise compelling (Maymann calls it emotional, you wouldn’t pass that YouTube video on to your friends, right? But if you do, your friends might watch it just because it was you who sent it. You basically vouch for the content you pass along.
Of course this puts campaigners and communications agencies into a tricky situation: On the one hand, they want to push their clients‘ messages out there; on the other hand, they need the help of those very customers they’re trying to target. Go wrong, and your customers will hold it against you. Social media need a very different approach than traditional media if you want to succeed.
One lessen I learned today? Obviously, if you plan on going viral, funny videos are still the way to go.
Great question from the audience: Social media seem to aim primarily at younger target groups, 40 to 50 years at max. With the massive demographic shift, how can companies reach out to older audiences and engage with them? Maymann doesn’t have the answer. Let’s not hold it against him just yet: The whole field of social media is so young that it’ll need a few years to mature along with those not-so-young folks out there.
next08
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Werner Vogels of Amazon: Compete on ideas not resources
„Shut up!“ Werner Vogels of Amazon makes it very clear that all the chatting isn’t really appreciated. The new-found silence is greeted by the audience with applause. Now we can start. Animoto serves as an example to demonstrate Amazon’s Webservices. Animoto, which is basically a slideshow creator on speed (that combines images and sounds to create compelling videos) lives completely in the cloud. Practically all info is pulled in from external services (Flickr etc.) and processed on flexible Amazon server cycles, where the videos are rendered.

This may not sound too special, but it really is, if you think about it: There’s basically no hardware in the whole company, no server infrastructure to be maintained. Everything you need you can rent on the web as you grow: Animoto wa slowly growing until they launched a Facebook app – and went completely viral. Just a few years back, this would have lead to insurmountable scalability issues, these days you can think about scaling when you actually need it. So here we pretty much have a radically different situation for entrepreneurs. (According to the presentation, web companies used to spend 70% of their time on infrastructure work and only 30% on innovation. Amazon claims this has changed. A lot.)
Another issue with regular, central server centers: You might remember the major outage of a big San Francisco-based service provider a few months back. Despite their eight diesel power generators, during a power outage they couldn’t keep up their servers – six of the backup generators failed, according to this speech. A good chunk of the web services based in the Bay Area died that day. This might actually really be a good reason for decentralized hosting.
So far, this speech has been more convincing than some of the presentations in the Elevator Pitch Panel, so it should be interesting to see what the more technologically inclined members in the audience will be asking. Server admins, step forward!
Question from the audience: What about Security? Of course, that’s one of the key aspects for practically any serious startup. Legal jurisdictions are a challenge here – depending on where your data is stored, different laws and regulations apply, different governmental and non-governmental players could get access to your (and your users‘) data.
I’d be curious: Who has experience with Amazon webservices or their Automatic Backup USB Stick? If you do, please share in the comments.
Free! Wie wir morgen Musik kaufen.
Sie erinnern sich? Das mittlerweile fast in die Pupertät gekommene Kind, das irgendwann um das Millenium herum in Brunnen gefallen war: Klar, die Musikindustrie. Man kann nicht aufhören sich damit zu beschäftigen und sich aufzuregen aber man muss zugestehen, dass es mittlerweile einige interessante und wegweisende Entwicklungen gab. Zeit also zwei Beteiligte zu befragen, die diese Änderungen weit vorne begleiten. Stefan Glänzer von LastFM und Ingo Vandre von SPV.
Gleich zum Einstieg erwähnt Stefan Glänzer die 35% Marktanteil, die in die Musikindustrie mittlerweile im digitalen Bereich umsetzt und die immer noch enorm steigen.
Vandre weist seinerseits auf die gestiegene Komplexität der Musikveröffentlichung hin: Früher gab es 10 verschiedene Konfigurationen (Single, Maxi, Vinyl etc.), heute sind es mit all den Klingeltonvarianten, Wallpaper und anderen digitalen Fan-Gimmicks bis zu 100. – Die Musik selber, so seine These, wird in Zukunft frei verfügbar sein.
Auch Glänzer meint, man müsse andere Wege der Vermarktung finden und behauptet, dass Künstler vor allem gehört werden wollen und dass ihnen das Geld verdienen zumindest sekundär sei. Die alte These, des leeren und deswegen kreativen Magens?
Die zunehmende Segmentierung des Medienkonsums, (ein Phänomen, das auch als der „Long Tail“ bekannt ist), bekommt noch ein schönes und treffendes Zitat:
„Was ist Qualität? Qualität ist das, was ich mag. Jede Band auf der Welt hat mindestens 50 Fans verdient.“
Interessant war die Aufteilung der Margen bei LastFM. Je nach Nutzungsart (Radiostream, Direktauswahl, Abonement, Affiliatelink-Klick) werden die Einahmen nach verschiedenen Schlüsseln an die Künstler ausgeschüttet.
Ob sich das rechnet, fragt der Moderator. Die langgezogene Pause, die dann folgte, provoziert nicht wenige Lacher.
Der Werbeblogger (der eine, nicht der andere) fragte dann noch die Frage, die sich jeder Musikkonsument wohl schon mindestens einmal gefragt hat: „Ärgert sich die Musikindustrie nicht schwarz, dass sie den Zug derart verpassen konnte?“
Natürlich sei das nicht einfach, wenn einer umsatzstarken Branche plötzlich das Geschäftsmodell wegbricht, antwortet Vandre, „da kann man ja auch nicht einfach sagen: hier, nehmt alles umsonst.“
„Aber natürlich„, räumt er ein, „seien viele Fehler gemacht worden. Da hätte manches intelligenter laufen können.“ Was er aber nicht verstehe, ist warum die Filmindustrie heute die selben Fehler macht, wie die Muskindustrie, obwohl das ganze Dilemma doch schon exerziert wurde. Da kann ich mich nur anschließen.
Startuprunde 1 mit u.a. 1000Mikes, Juicywalls and Soundcloud
Diese Konferenz ist dicht und warm und man ist immer in Eile und kommt meistens zu spät. Also auch zu spät um noch die Vorstellungen von Wooby, das schick aussieht und sich mit Bewertungen und Listen beschäftigt und Viif leider verpasst. Viif nutzt den vergessenen UMTS Videokanal um Live-Video ins Netz zu streamen.
1000Mikes – Talk Radio 2.0
1000 Mikes heißt Live Audio ins Netz – jeder kann einen eigenen Kanal einrichten und dann eine Hamburger Nummer anrufen. Zack, dann streamt man live ins Netz.
Der gebührend aufgeregte Gründer Frank Felix Debatin rechtfertigt sich, dass er Audio macht und nicht Video. Das ist eigentlich ganz unnötig, denn die Idee ist kompakt und klein und lässt viel Fantasie für mögliche Anwendungen. St Pauli Spiele live z.B. – Tatsache, das gab es ja sogar. Der DFB ist informiert, hat sich aber noch nicht beschwert. Na also, mit Video wär das nicht gegangen. Achja, das Geschäftsmodell: Werbung. Der Moderator drückt eine Taste und dann kommt ein Spot, an dem der Sendende mitverdienen soll. Auch das ist schön einfach. Man kann sein Radio embedden oder die Stream-URL im Blog, Twitter oder was immer Social Dings angeben.
Juicy Walls
Juicy Walls kommt von Atmos4, einer aus dem Grafitti kommende Plakat und Designagentur, die Außenfassaden, für Werbekunden gestaltet. Aus den häufigen Anfragen von Freunden, ob man nicht mal die eigene Wohnung designen wollte, nahmen die Gründer die Inspiration für Juicy Walls.
Es gibt einen Online Wall Designer, wo man sich sein eigenes Design zusammenstellen kann. Dieses wird dann auf einer klebbaren und, so das Versprechen von Juicy Walls, rückstandslos von der Wand entfernbaren Vliestapete produziert. Der Preis verspricht hohe Qualität: Ein Quadratmeter kostet 24,90 EUR. Mark Hussain ist ein dynamischer und unterhaltsamer Typ, der seine Idee flott und überzeugend vorträgt. Und im Gegensatz zu den beiden anderen Firmen wird hier schon Geld umgesetzt, denn es werden bereits fleißig individuelle Tapeten verschickt.
Soundcloud
Enge Hosen, große Brille – das muss ein Schwede aus Berlin sein. Alexander Ljung erzählt die Geschichte seines Startups Soundcloud.
„All die verschiedenen Arten, Musik zwischen Musikern zu verteilen, hat uns genervt. Immer YouSendIt, oder per Mail, oder jeder hat einen anderen FTP Account. Das wollten wir auf jeden Fall ändern.“
Soundcloud richtet sich also an Musikproduzenten, die sich täglich Musikstücke hin- und herschickeh und will diese in einem geschlossenen System speichern und kommentierbar machen. Leider durfte man erst am Ende einen Blick auf das Dashboard werfen, das Kommentieren auf der Waveform ist ein schönes Feature, Versionen von Songs gibt es hoffentlich auch. Soundcloud will mit Pro-Accounts Geld verdienen.
Alles in allem drei vernüftige und engagierte Gründer, die ihre Produkte mit Begeisterung vorstellten.
Me, Myself and I. Und wo ist die Marke?
Die Frage nach der Marke ist natürlich doppelsinnig gemeint: Einerseits wie positionieren sich die Social-Networks (SN) untereinander und welche Möglichkeiten bieten sie für die User sich als Marke aufzustellen. Schließlich geht es dort ja nicht zuletzt um die eigene Selbstdarstellung der User. Aber natürlich gehören diese Fragen zusammen.
Marcus Riecke von StudiVZ zum Beispiel räumt ein, dass die Marke zwar durch die Userführung und die daraus resultierende „Userexpirience“ ein wenig gesteuert werden kann, aber darüber hinaus für die User natürlich die Präsenz des eigenen Freundeskreis die größere Rolle spielt. Riecke steigert sich in die These: „Die Marke wird von den Usern gemacht!“ Dem kann Joel Berger von Myspace nur beipflichten formuliert aber um: „Die Marke kommt von uns, das Produkt vom Nutzer.“
Gegen Myspace und die meisten anderen SNs grenze sich StudiVZ vor allem durch die private Atmosphäre ab. Die Kommunikation sei dort vornehmlich weder kommerziell, noch berufliches Netzwerken. Das mache aber auch den Einsatz von Werbung „sensibel„.
Überhaupt war die Runde schnell auf die Frage nach der „Monetarisierung“ eingeschwenkt. Natürlich betonte jeder für sich die spezifischen Vorteile der eigenen Nutzerschaft, was die Vermarktung angeht (genau bestimmbare Zielgruppe vs. Reichweite).
Lacher erntete Berger als er dem Moderator zur Hilfe sprang, der in dem Satz ins Stocken geriet: „Das Layout der einzelnen Myspaceprofile ist ja manchmal auch etwas …„. – „individuell“ warf Berger helfend ein.
Dann war natürlich auch Googles Open Social ein Thema. Berger betont, dass Myspace ja Gründungsmitglied war. Das betont er aber vor allem, weil StudiVZ derzeit die Aufmerksamkeit auf sich zieht, weil es gerade erst seinen Anschluss angekündigt hatte.
Riecke verwies vor allem auf den Werbemarkt, den StudiVZ damit leichter angehen kann. Wegen der Social-Network-übergreifenden Funktionalität können Werbekunden besser eigene Werbeapplikationen bauen.
Berger monierte, dass die User von heute immer noch mit den Werbekonzepten von gestern abgeholt werden. Da sei noch viel Nachholbedarf auf Seiten der Vermarkter. StudiVZ sieht seine monetarisierte Zukunft in Dingen wie Social-Shopping und Social-Marketing, die in das Social-Network integriert werden sollen.
Ich frage mich nur, wie lange das Konzept Social-Network noch heiß sein wird und ob die Monetarisierung die immer schneller aufpoppenden Trends noch einholen kann. Und wünsche viel Glück.