Mittels der randlosen Brille zur Neujahrsansprache ist der erfolgreiche Relaunch von Dr. Angela Merkel zunächst abgeschlossen. Oder kann sich noch jemand an die legendäre Unschärfe in Sachen Brutto & Netto erinnern? Doch immerhin hat es das Motiv in die Top 3 der Jahresumfrage von Spreadshirt geschafft (läuft noch bis zum 9. Januar). Die einschlägigen T-Shirts & Tassen gibt es hier.
Marketing
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Vereinigte Räume

Irgendwas mit Wohnungsplanung plant roomsunited im Februar 2006 zu starten. Was genau, habe ich nicht verstanden. Soll ich aber vermutlich auch gar nicht.
Ach doch, ich soll mich registrieren und dann verstehen. Ok. Puh, der Imagefilm ist mehr als 13 Minuten lang und fängt eher wie eine Powerpoint-Präsentation mit Soundtrack an. Jetzt kommt die unvermeidliche Straßenumfrage. Aktuelle Studien. Wieder Straßenumfrage. Kann ich mir jetzt nicht ansehen.
Doch, von Marketing verstehen sie was. Sie haben ein Blog und einen prominenten Blogger im Team.
Shoposphere besucht
Hoch hängen die Erwartungen an die Shoposphere. Und eines muss man Yahoo lassen: Unter PR-Gesichtspunkten war der Start optimal eingefädelt. Der Scoop blieb einem Blog namens Techcrunch vorbehalten, das vor dem amtlichen Start ins Beta-Dasein berichten durfte. Und mit der Ankündigung kommender Features wie Tagging, vor allem aber dem Plan, die fleißigen Listenbastler am Shopping-Umsatz zu beteiligen, hat Yahoo der an sich wenig spektakulären Geschichte den richtigen Dreh verpasst.
Was geht jetzt schon? Überall, wo bei Yahoo Produkte auftauchen, gibt es kleine Links ("Save to My Lists"), um das Produkt auf einer nutzereigenen Liste zu speichern. Wer sich an Amazon und dessen Wishlists erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch. Schön ist die Option, eine kleine Erläuterung zu schreiben. Was ganz klar fehlt, ist die Möglichkeit, Links zu setzen. Alles bewegt sich im walled garden von Yahoo. 360 Grad, sozusagen.
Andere Nutzer können Listen bewerten ("Was this list helpful?") und Kommentare hinterlassen. Alles schön gemacht, keine Frage, aber das Rad des E-Commerce ist damit nicht gerade neu erfunden. Auch mit Umsatzbeteiligung bewegen wir uns hier eher im Bereich Marketing, Media und Publishing.
Die Shoposphere ist insofern mit Adsense vergleichbar: Yahoo gibt künftig einen Teil der Erlöse an Nutzer weiter, die es irgendwie, aber nachweisbar geschafft haben, am Weg eines Käufers zu seinem Wunschprodukt zu sitzen. Im Unterschied zu Adsense kann die Shoposphere allerdings nur den Kauf vergüten, nicht den Klick. CPO statt CPC. Ball flachhalten, liebe Kollegen!
Ach ja, fehlt noch der Link zur Fischmarkt-Liste.
Quel coincidence!
Aus der Reihe "Zufälle, bei denen man sich fragt, ob es wirklich welche sind": Kaum gehen wir mit WebSideStory auf Deutschlandtournee, da startet Google, wie alle zwei bis drei Wochen üblich, einen neuen Dienst. Und zwar, passend zur Roadshow Web Analytics 2006, mit dem Namen Google Analytics und dem damit verbundenen Leistungsversprechen. Was heißt das für den Markt? Die Computerwoche gibt Entwarnung:
Google Analytics könnte für einige Bewegung im Markt für Software zur
Website-Analyse sorgen. Vor allem kleinere kommerzielle Anbieter, die
in erster Linie vom Lizenzgeschäft leben, geraten durch das kostenlose
Angebot unter Druck. Firmen wie Websidestory, Coremetrics oder Omniture
hingegen wären laut Marktbeobachtern besser gegen diesen neuen
Konkurrenten gewappnet, da sie starke Service- und
Beratungsmannschaften unterhielten, die Google bisher nicht vorzeigen
kann.
Beratung und Service dürfte in der Tat nicht der Fokus eines Google-Ablegers sein – dafür aber Automatisierung, Standardisierung und Skalierbarkeit. Hier werden neue Standards gesetzt, soviel dürfte klar sein – auch wenn ich noch keinen Einblick nehmen konnte, weil Google Analytics offensichtlich mit dem ersten Ansturm nicht fertig wird. Ein paar Screenshots nebst Erläuterungen bei Google Blogoscoped.
Bis vor kurzem kostete der Dienst (unter dem Namen Urchin) übrigens 199 Dollar pro Monat. Jeder Web-Analytics-Anbieter mit diesem Geschäftsmodell kann also schon mal darüber nachdenken, ob sein Dienst hinreichende Differenzierungsmerkmale aufweist – oder den Preis um 199 Dollar senken. Wie formuliert es Jon Henshaw [via Siggi Becker]?
Google Takes Out Entire Industry In One Day
Parallelität der Ereignisse
Es gibt Zufälle, bei denen man sich fragt, ob es wirklich welche sind. Am nächsten Dienstag finden in München im gleichen Hotel zur gleichen Zeit zwei sehr ähnliche Veranstaltungen statt. Um 8.30 Uhr beginnt das Business Breakfast von WebSideStory und SinnerSchrader zum Thema Web Analytics. Und eine halbe Stunde später tagt das Online Marketing Forum – zu Themen wie Website Analytics und Web-Controlling…