Sic!

Beim Mittagessen ging mir vorhin durch den Kopf, dass der Shopblogger die Software des Shopbloggers ja auch selbst, und zwar nicht zu knapp, zu dem mittlerweile notorischen Sozialgerichtsirrtum beigetragen hat. Bevor ich es aber erläutern muss, verweise ich doch lieber auf Volker Weber, der das viel besser kann [via Basic Thinking]:

Während sich die versammelte Mannschaft über eine Juristin schlapp lacht, weine ich eigentlich mehr über das miserable Webdesign eines ansonsten lesenswerten Blogs*.

Nachtrag: Der Shopblogger stellt klar, dass er, nichts Böses ahnend, ein Standardtemplate von Serendipity nutzt. Was die Sache natürlich verschlimmert, allerdings nicht für Björn (an dessen Adresse ich hiermit ausdrücklich Abbitte leisten möchte), sondern für die angeblich beste Blogsoftware der Welt.

Ebay 2.0

Etsy
Etsy is Ebay 2.0, meint Michael Arrington. Oder auch: P2P-Commerce with Tagging. Schade, dass P2P-Commerce dem an deutsche Sprache gewöhnten Ohr etwas seltsam klingt. Sonst hätte der Begriff die Chance, im nächsten Jahr Karriere zu machen.

Etsy ist bis jetzt eine Plattform für Handgemachtes, agiert also in einem Nischenmarkt. Aber denken wir uns diese Einschränkung einmal kurz weg, dann ist Etsy tatsächlich so etwas wie Ebay meets Web 2.0.

Tagging löst elegant das Problem der bei Ebay an allen Ecken knarzenden Ontologie. Natürlich gibt es trotzdem die gewohnten Kategorien und Powerseller-Shops. Sehr nett, wenn auch nur begrenzt nützlich ist die Zeitmaschine – sie zeigt an, was gerade aktuell eingestellt wurde.

E-Commerce 2006 wird viel mit Design und User Experience zu tun haben. Oder wie Robert Basic es formuliert

Was Flickr.com gestern war, wird Etsy.com morgen sein.

Richtig und falsch

System_error
Ari Paparo
erinnert mit einer
bemerkenswerten
Analyse
seiner eigenen Fehler daran, dass so mancher Dienst, den wir derzeit enthusiastisch als Web 2.0 feiern, schon ganz alte Wurzeln hat. So ist ja
del.icio.us, dieser
Tage für ein paar Mark fuffzich
an
Yahoo verkauft
(und momentan down), keineswegs der erste
Lesezeichenorganisator im Netz.

Blink hieß sein 1999 gegründeter Dienst, der – anders als del.icio.us – mit Geld
und einem Geschäftsplan ausgestattet war, zu Spitzenzeiten 1,5 Millionen Nutzer
hatte (del.icio.us: je nach Quelle 200.000 bis 300.000) und dennoch nicht
überlebte.
Warum? Weil Blink ein paar kleine, aber entscheidende Dinge anders gemacht hatte als später del.icio.us.

Etiketten (Tags) statt Ordner, öffentliche statt private Lesezeichen
als Voreinstellung, bessere und vor allem einfachere Mechanismen, mit
denen Nutzer neue, interessante Links entdecken können – das ist der
ganze Unterschied. Vor allem die beiden letztgenannten Punkte (Make it Instantly Useful und Don’t Let Technology Decide) gehören nach wie vor zu den gängigsten Fehlern im Projektalltag. [betamode]

Simon


simon, originally uploaded by annvoe.

Anna Vöge aus den SinnerSchrader Studios über ihren Desktop:

Nach jedem Urlaub wähle ich einige Bilder aus, und bearbeite diese als Wallpaper für meinen Laptop.
Momentan ist bei mir Simon zu sehen, die Katze vom "six small rooms" in Neapel:
Das Backpackers ist quasi nicht zu finden, da es sich mitten in Neapel befindet, in einer Sackgasse von einer Einbahnstraße ausgehend. Mit Hilfe eines so gar nicht detaillierten Stadtplans hat es mit dem Volvo-Kombi (dem größten Auto von ganz Neapel) drei Stunden gedauert, die Unterkunft zu finden.
Der Lonely Planet schreibt dazu ganz passend: "Never drive into the city unless you have a death wish…"
Nun kann ich voller Stolz behaupten: "I survived Napoli!"   🙂

User Centric Design

User Centric DesignManche Dinge bleiben so lange liegen, bis sie sich von selbst erledigen. Nicht so diese Slides zu den beiden Vorträgen, die Stefan Kunze und Christian Jung im Oktober auf der Systems hielten. Was darin gesagt ist, bleibt von Bedeutung. Christian Jung schlug den Bogen (1,4 MB) von den Ideen einiger Pioniere, die den Computer für jedermann zugänglich machen wollten, zum heutigen Projektalltag. Stefan Kunze nahm diesen Faden auf (3,3 MB) und stellte die Projektmethodik des User Centric Design vor, die auf gute, für den Anwender nützliche Software abzielt.