Liest man bei Spiegel den Fischmarkt?
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Warum Unternehmen auf E-Business setzen
E-Business ist auch im Mittelstand im Mittelpunkt vieler Innovationen. Dies ist die Kernaussage einer Studie des Wirtschaftsmagazins Impulse und IBM, die vor einigen Wochen veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse ermutigen:
|1| Der Positivtrend des vergangenen Jahrs setzt sich fort. Die Investitionen ins digitale Geschäft zeigen einen handfesten Return-on-Invest. Insbesondere steigt die Zahl der Projekte, die sich bereits innerhalb von sechs Monaten amortisiert haben.
|2| Unternehmer senken mit E-Business ihre laufenden Kosten und steigern deutlich ihre Umsätze. Sie modernisieren ihre Prozesse und verbessern die Vertriebstätigkeiten. Richtig eingesetzt, zeigt es sich immer mehr, dass das digitale Geschäft nahezu sämtliche Bereiche des Unternehmens positiv beeinflussen kann.
|3| Erfolgreiches E-Business kann nur derjenige Unternehmer betreiben, der sich aktiv in digitale Lieferketten einklinkt, seinen Betrieb mit moderner Soft- und Hardware ausstattet und das Internet als Geschäftschance wahrnimmt. Reine Präsenz im Web ist bald überholt und bringt wenig.
|4| Die Kunden verlangen digitale Abläufe, die Geschäftsprozesse erfordern es, der Wettbewerb zwingt dazu. Das zeigt sich etwa in der Wachstumsdynamik, die Programme zum Kundenmanagement aufweisen.
|5| Auf der Strecke bleiben diejenigen, die Ausgaben für das E-Business nicht als feste Größe einkalkuliert haben. Denn die zu hohen Kosten sind nach Aussage der Unternehmer weiterhin gewichtigster Grund, am E-Business zu scheitern. Darüber hinaus zeigt sich, dass die operative Umsetzung der Projekte manche Unternehmen schlichtweg überfordert.
Die Ehre, kopiert zu werden
Simyo bleibt nicht mehr lange alleine. Wer hätte auch anderes erwartet? Nicht, daß aktuell wohl 100.000 Kunden die Magenta-, Blau- und Rotfarbenen erschrecken würden. Was diese viel mehr beunruhigt, ist die Begeisterung, mit der Marke und Tarif in der Öffentlichkeit aufgenommen wurden. Während die einen seit Jahren darüber reden, daß sie die Handy-Subventionen reduzieren möchten, um die Verbindungspreise zu senken, machen es die anderen einfach. Und degradieren die Marktführer zu Nachzüglern. Aber das kennen wir ja schon von den Fluglinien und Autovermietern. Zur Nachahmung auch in anderen Branchen dringend empfohlen.
„Schwindelversuche sind öfters geworden“
Endlich hatte auch ich einmal eine Phishing-Mail in meiner Mailbox. Cases D. Syllabifying warnt mich im Namen der Postbank davor, daß die "Betrügereien mit den Bankkonten von unseren Kunden häufig geworden sind". Nach dem Klick auf den Link "Form ausfüllen" gelangt man auf die Website banking.pastbank.net (die nur wenige Stunden nach dem Versand der E-Mail aktiv war), der man neben PINs und TANs auch gleich die "Geheimfrage" und die "Antwort auf die Geheimfrage" mitteilen soll. Erklärend heißt es dort:
"Heutzutage sind die Schwindelversuche, die Gelder von den Bankkonten zu stehlen, öfters geworden. Die Verwendung des TAN – Aufstellungssystems hat sich nicht besonders gut bewährt. Die Missetäter haben verstanden, wie sie diese Schutzart aufmachen können."
Solange die Attacken sprachlich in dieser Form brillieren, erscheint mir das Problem für den Kunden
zumindest händelbar. Wer allerdings glaubt, diese Seite sei wirklich von der Bank seines Vertrauens und er müsse ihr tatsächlich seine letzten Kontogeheimnisse anvertrauen, kann keine gute Meinung von seinem Geldinstitut haben. Vielleicht sollte man dort das Problem einmal von der kommunikativen Seite behandeln?
Deutschland ist Ebay-Land
Rockmusik bei Ebay zählt die FTD zu den Bestsellern der deutschen Wirtschaft. Weil die Sortimente des stationären Tonträgerhandels immer schmaler werden, weichen die Musikkonsumenten auf die Auktionsplattform aus, wo sich die Nachfrage leicht ein entsprechendes Angebot schafft. Ebay dominiert das Thema E-Commerce in Deutschland so wie in keinem anderen Land:
Im Mai haben rund 51 Prozent aller deutschen Internetnutzer das
Auktionshaus besucht, hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen
Netratings ermittelt. Amazon kommt auf 24 Prozent, Tchibo auf 12 Prozent, Otto auf 11 Prozent. Selbst in den USA erreicht Ebay nur 34 Prozent.
Warum das so ist und welchen Anteil die Handelspolitik der Hersteller daran hat – das erklärt der Fischmarkt diesmal nur in der FTD.