Parallelität der Ereignisse

Seit einigen Tagen ist der neue Geschäftsbericht [PDF, 3,1 MB] der SinnerSchrader Aktiengesellschaft online. Im Imageteil stellen wir kurz unser Leistungsversprechen, unsere Positionierung, Vision und dergleichen vor. Das sieht beispielsweise so aus:
our_promise.jpg
Oder auch so:
we_create_interactive.jpg
Konzept und Gestaltung unseres Geschäftsberichts stammen von heureka! aus Essen. Für die letztjährige Ausgabe hat heureka! übrigens einen reddot design award erhalten.
Und hier zum Vergleich ein Ausschnitt aus der Website von Wieden+Kennedy Tokyo:
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Gewisse optische wie inhaltliche Parallelen sind nicht zu übersehen.
SinnerSchrader:

We create interactive customer experiences which radically intensify the relationship between brands and consumers.

Oder kurz:

Creating Radical Relationships.

Wieden+Kennedy Tokyo:

We exist to create strong provocative relationships between good companies and their customers.

Sicher kein Plagiat, aber schon ein seltsamer Zufall. Oder auch nicht. Manche Ideen liegen eben einfach auf der Hand.

Krise

Die Finanzkrise hat auf alle diejenigen weniger Auswirkungen, die vergleichsweise unabhängig von Banken und Krediten agieren. Bei den meisten kleinen Dienstleistungsunternehmen ist das der Fall. Nicht nur, dass sie weniger Fremdfinanzierung benötigen, weil die eigene Dienstleistung (zumindest bei Beratung, IT- und Kreativdienstleistungen) zwar viel Know-how und Erfahrung, aber auch wenig Kapital braucht. Das ist die gute Nachricht.
Schwieriger wird es, wenn die großen Kunden anfangen, zuerst die flexibleren projektbezogenen Aufträge zu kündigen. Dann sind die kleineren Dienstleister erfahrungsgemäß immer zuerst dran. Jetzt ist entscheidend, dass sie sich eine Zeit lang über Wasser halten können.
Was machen die Auftraggeber? Sie bauen Kosten ab. Das geht am besten durch die Reduzierung von Personal, und hier am leichtesten bei den freien Mitarbeitern. Gerne wird auch den Agenturen gekündigt, weil an Marketing und Kreativleistung zuerst gespart wird. Auch innovative F&E-Projekte sind oft betroffen. Wenn das durch ist, sagen wir nach drei bis sechs Monaten, hat man zwar weniger Kosten, aber auch weniger Leistung, die in der Regel nur aus einem Grund eingekauft wird: Man braucht sie.
Das aber merkt man erst so richtig, wenn sie dann weg ist. Nächster Schritt ist meist die Restrukturierung (gut für Unternehmensberater übrigens, deren Spezialgebiet das ist). Und – wenn man was aus der Krise lernt – die konsequente Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen mit flexibler Gestaltung aller anderen Bereiche.
Und schon sind die Freelancer, Agenturen, Spezialisten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wieder drin. Das Unternehmen ist fitter und schlanker als vorher. Die Qualität ist gestiegen, das Leistungsniveau ebenfalls.
Eigentlich doch gut! Oder? Brauchen wir denn immer eine Krise, um das Notwendige zu lernen? Ist das die menschliche Natur? Wenn ja, frage ich mich: Wie bekommt man da nur die Trägheit raus?
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Christiane Strasse ist Gründerin und Geschäftsführerin von projektwerk. Sie beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und gründete projektwerk 1999 als Plattform für die Akteure dieses Marktes. projektwerk war Sponsor der next08.

FOMA. Das Fachforum. Das Blog.

FOMA.pngDas Blog des Fachforums der Online-Mediaagenturen ist seit Dienstag online. Neben Neuigkeiten aus der Interessengemeinschaft gibt es hier aktuell den diesjährigen Trendmonitor zur Gegenwart und Zukunft der Online-Werbung. Als Basis für die Studie, die dieses Jahr zum zweiten Mal erscheint, dienen Online-Interviews unter FOMA-Agenturen. Klarer Trend: Interaktive Kommunikationskonzepte, die den Konsumenten integrieren werden an Signifikanz gegenüber reinen Werbebotschaften gewinnen.
Gegründet wurde die FOMA 2007 von zweiundzwanzig Agenturen und ist durch die OMG repräsentiert im Gesamtverband der Kommunikations- agenturen.

Was die Finanzkrise für die Agenturen bedeutet

Wenn die Banken sich gegenseitig kein Geld mehr leihen und auch anderen den Kredithahn abdrehen, wenn die Börse verrückt spielt und Automobilkonzerne ihre Produktion zurückfahren, weil die Konsumenten weniger konsumieren und insbesondere immer weniger Autos kaufen wollen, dann kann das auch nicht ohne Folgen für die Agenturen bleiben. In welche Richtung weisen die jüngsten Trends?

  • Die Werbeausgaben sinken, aber das Web gewinnt an Bedeutung. Die Mitglieder der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), darunter viele Markenartikler mit hohen Werbeetats, sind für das kommende Jahr skeptisch. 35 Prozent der jetzt befragten OWM-Mitglieder prognostizieren rückläufige Werbeausgaben für 2009 (Vorjahr 6 Prozent), 43 Prozent rechnen mit konstanten Ausgaben. Immerhin 22 Prozent erwarten noch steigende Budgets, nach 42 Prozent im Jahr 2007. Klarer Gewinner im Mediamix ist das Internet: Bei 81 Prozent der Befragten (Vorjahr 66%) hat die Relevanz dieses Mediums zugenommen.
  • Die Gattung Zeitschriften wird im nächsten Jahr ein Anzeigenminus von 10 bis 15 Prozent einfahren, meint Wolfgang Schuldlos, Geschäftsführer von Zenithmedia. Die Werbespendings der Kunden werden sich laut Schuldlos weiter von Print ins Internet verlagern: Statt heute 12 Prozent wird der Anteil mittelfristig auf 8 Prozent sinken. Die Internetwerbeausgaben steigen dagegen von 10 auf 13 Prozent.
  • Die internationalen Werbeholdings treten auf die Kostenbremse. Die WPP-Gruppe hat bis Februar 2009 einen Einstellungsstopp verhängt und will auch die Kosten für Freelancer deutlich kürzen. Bei Publicis gilt der Einstellungsstopp sogar bis April kommenden Jahres. Ob es auch zu weiteren Entlassungen kommt, ist unklar. Bei der Mediatochter Starcom Mediavest in den USA wurden bereits Kündigungen ausgesprochen.
  • Top-Werber wechseln von der Klassik zu den Interaktivagenturen. Jüngstes Beispiel: Andreas Berens, bis vor kurzem Mitglied der Geschäftsleitung von BBDO Düsseldorf, wird Geschäftsführer von Syzygy Deutschland. In den ersten neun Monaten 2008 hat Syzygy in Deutschland 27,5 Mio. Euro Bruttoumsatz (plus 9,7 Prozent), 11,3 Mio. Euro Nettoumsatz (plus 18 Prozent) und ein operatives Ergebnis von 2,6 Mio. Euro (plus 25 Prozent) eingefahren. Gute Zahlen!
  • Die Interaktivagenturen stehen im Vergleich zu den großen Werbeholdings deutlich besser da: Omnicom, Publicis und Interpublic haben im abgelaufenen 3. Quartal Zuwachsraten zwischen 4 und 7,6 Prozent erreicht – und ihre Erwartungen für den weiteren Verlauf des Jahres und vor allem für 2009 deutlich nach unten korrigiert. Bei Syzygy hingegen liegt der Auftragsbestand für das vierte Quartal 2008 über dem Niveau des Vorjahres. Und die Wachstumserwartungen für 2008 sind deutlich zweistellig.

SinnerSchrader hat den Bruttoumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 um 30 Prozent auf 24 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis stieg auf über 2,2 Mio. Euro. Wie unsere Vorstände Matthias Schrader und Thomas Dyckhoff die Aussichten für 2008/2009 einschätzen, werden sie am kommenden Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz erklären.

Wer unter unseren geneigten Lesern gern dabei sein möchte, ist herzlich willkommen. Bitte sagen Sie einfach per Xing oder per Mail zu.

Original und Fälschung (2)

Billiges Kopieren und schamloses Abkupfern scheinen im Internet gang und gäbe zu sein. Den meisten Beobachtern entlocken offensichtliche Plagiate nicht mehr als ein Schulterzucken.
Unsere Personalchefin Vanessa Boysen hingegen kann sich über Plagiate noch richtig empören. Doch sehen Sie selbst.

Original

Profil SinnerSchrader

Fälschung

Profil Stereolize
Zur besseren Erkennbarkeit sind die geklauten Passagen farbig markiert. Nebenbei bemerkt: Bei SinnerSchrader gibt es derzeit 20 offene Stellen.