Das berichtet heute horizont.net auf Twitter. Oder doch nicht?
Tatsächlich ist es Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach (39), der nach über drei Jahren bei Edelman zur Hamburger Agentur achtung! wechselt. Er wird dort ab 1. Dezember als Director Digital Strategy oder vielmehr Managing Supervisor Digitale Strategie für alle Einheiten (Werbung, PR, Event etc.) arbeiten.
Bei Edelman löst ihn Marshall Manson (35) als neuer Head of Social Media Europe ab, die Position des Head of Social Media Deutschland soll von außen neu besetzt werden.
Glückwunsch und alles Gute für den neuen Job!
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Die digitale Revolution erreicht die Werbebranche
Mit einem Paukenschlag trat in der vergangenen Woche Amir Kassaei von seinem Posten als Chef des ADC zurück. Im Interview mit Spiegel Online äußert er sich heute zu den Gründen. Und die sind nicht ohne Zündstoff: Kassaei sieht radikalen Veränderungsbedarf, wo andere ihn nicht sehen wollen.
Verändert sich aber die Werbebranche nicht, wird sie wie die Musikindustrie untergehen. Die klassische Werbeagentur kann nicht überleben. Aber die Bettdecke, unter der man liegt, ist eben noch lauwarm, und man scheut sich, freiwillig raus in den Regen zu gehen. Für manche kommt aber auch der lauteste Schuss zu spät.
Kassaei wollte insbesondere den teuren Kreativwettbewerben an den Kragen, konnte sich damit aber im Kreativverband ADC nicht durchsetzen.
Nicht Kreativpreise sondern Kreativität im Sinne von Innovation wollen die Kunden. In Zeiten knapper Kassen zählt nur die herausragendste und kreativste Lösung für die schwierigen Marketingprobleme und nicht Pokale in verschiedenen Farben. Bei vielen Agenturen stimmt die Leistung bei den Wettbewerben mit der realen Leistung nicht überein. Davon lässt sich auch keiner mehr blenden.
Wer wollte, konnte auf dem DMMK im Juni in Berlin hören, wie Kassaei die digitale Revolution sieht. Hier die Aufzeichnung (ab 1:06:42):
Wenig Bewegung im New Media Service Ranking
Heute war die neue iBusiness in der Post. Und mit ihr das druckfrische New Media Service Ranking 2009, das eigentlich erst morgen veröffentlicht werden soll. Auf dem Fischmarkt steht nun schon heute, welche Agenturen es in die Top Ten geschafft haben.
- T-Systems Multimedia Solutions: 75,9 Mio. Euro (+18,3 %)
- Pixelpark: 41,48 Mio. Euro (+1,3 %)
- Plan.Net Gruppe: 26,65 Mio. Euro (+14,8 %)
- Syzygy Deutschland GmbH: 24,40 Mio. Euro (+9,3 %)
- SinnerSchrader Aktiengesellschaft: 21,29 Mio. Euro (+10,5 %)
- Sapient GmbH: 20,67 Mio. Euro (im Vorjahr nicht im Ranking)
- dmc digital media center GmbH: 18,3 Mio. Euro (+11 %)
- ]init[ AG: 17,02 Mio. Euro (+41,8 %)
- Euroweb Internet GmbH: 15,64 Mio. Euro (+15,1 %)
- Bassier, Bergmann & Kindler: 14,9 Mio. Euro (+26,3 %)
In der oberen Hälfte der Top Ten bleibt die Reihenfolge gegenüber dem Vorjahr unverändert. Neueinsteiger Sapient hatte im Vorjahr keine Zahlen gemeldet. Der Shooting Star ist ]init[ mit sagenhaften 41,8 Prozent Wachstum.
Auf den Plätzen 11 bis 15 folgen hmmh multimediahaus AG, Neue Digitale / Razorfish GmbH, imc information multimedia communication AG, denkwerk und Ray Sono AG. Damit endet dann auch der Bereich achtstelliger Umsätze.
Mehr:
Die Zukunft der Werbung ist überwiegend digital
Das Fachblatt Horizont hat die Chefs der deutschen Mediaagenturen zu ihren Prognosen für 2009 und ihren Investitionsplänen befragt. Die Erwartungen sind erwartungsgemäß düster, aber spannend ist, wo die Mediaspezialisten die Zukunft ihres Geschäfts sehen.
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Jürgen Blomenkamp, CEO der Group M
Die Zukunft der Werbung ist überwiegend digital. Hier werden wir uns weiter massiv und mit hohem Tempo engagieren. Insbesondere wird es uns darum gehen, die Möglichkeiten einer individualisierten Konsumentenansprache in allen Facetten auszunutzen und weiter zu optimieren. Dies ist zugleich eine Chance für alle Marktpartner: Werbungtreibende, Agenturen und Medien.
Andreas Bölte, CEO Aegis Media
Interessant ist für uns vor allem der digitale Bereich.
Jens-Uwe Steffens, Geschäftsführer Pilot Media![]()
Wir investieren schon seit Jahren in Forschung und neue Tools für die kombinierte Zielgruppenansprache über TV und Online: Stichwort „Doubleplay“. Darüber hinaus steht bei uns die Online-Kreation im Fokus – ein Bereich, der sich in einem dynamischen Entwicklungsprozess befindet.
Marianne Dölz, Geschäftsführerin Initiative![]()
Wir werden weiter in den Bereich Kreation und Innovation insbesondere im Digitalbereich investieren, um mehr Konzepte entwickeln zu können, die Offline- und Onlineaktivitäten effizienter vernetzen. Hier spüren wir auf Kundenseite einen großen Bedarf.
Michael Dunke, CEO Universal McCann (UM)![]()
Generell in den digitalen Bereich und hier speziell in den Bereich Performance-Marketing (Search, Affiliate etc.) sowie E-Commerce und Mobile. Zudem werden wir unsere Marktführerschaft beim Thema Geo-Marketing und Handels-Marketing konsequent weiter ausbauen durch Entwicklung und Integration des lokal gesteuerten digitalen Targetings.
Manfred Kluge, CEO Omnicom Media Group Germany (OMGG) und Dirk Fromm, Geschäftsführer PHD
Digitale Transformation, IT und Brand Science werden Key-Themen sein und befinden sich schon mitten in der Umsetzung.
Michael Bohn, Chairman Vivaki![]()
Wir werden weiter in alle digitalen Bereiche investieren, insbesondere in Mobile- und Social Targeting.
Alle Fotos: Horizont
Werberiese WPP ist zu einem Viertel digital
WPP ist im vergangenen Jahr der Sprung an die Spitze geglückt. Dank der Übernahme von Taylor Nelson Sofres konnte die von Sir Martin Sorrell geführte Werbeholding im letzten Jahr den Konkurrenten Omnicom hinter sich lassen.
WPP weist für 2008 13,6 Mrd. US-Dollar Umsatz aus, Omnicom kommt auf 13,4 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn von WPP sank um 5,8 Prozent. Hinter dem Riesenduo folgen mit deutlichem Abstand Interpublic und Publicis, die 2008 jeweils rund 7 Mrd. US-Dollar umsetzten.
Mindestens ein Viertel seines Milliardenumsatzes macht WPP inzwischen laut Sorrell im digitalen Bereich. Doch das einzige Thema von Bedeutung wird in den nächsten zwei Jahren „recession, recession, recession“ sein, erklärte Sorrell gegenüber Designweek.