Web-Analyse 2.0: Erfolg ist messbar UND planbar

Die Zeichen der Zeit sind bereits erkannt: Nach Web 2.0 ist es nun Zeit für Web-Analyse 2.0 und damit auch KPI 2.0. Erfolg ist planbar, auch im Web. Jörg Tschauder hat dies bereits in seiner Präsentation auf dem Internet World Kongress in München gezeigt.
Auf dem Online Marketing Forum am vergangenen Donnerstag wurde der Faden jetzt wieder aufgenommen und weiter gesponnen. Das Einführungsreferat machte es uns noch einmal deutlich: Während das Thema Web 2.0 im Publikum noch Stöhnen hervorrief („Schon wieder!“, „Gibt es nichts Neues?“), verwies Dimitrios Haratsis (eprofessional) auf den nächsten fälligen Schritt, den es zu diskutieren galt: Um Web 2.0 messen und steuern zu können, benötigen wir Web-Analyse 2.0.
kpi20.png
Wie viele User haben meine Seiten besucht? Wie viele Pageimpressions generieren die User? Wie viele Produkte habe ich verkauft? Erfolgskontrolle hin oder her – im Rahmen von Web 2.0 reicht es nicht mehr aus, nur zu wissen, was war.
Um eine erfolgreiche Website zu gestalten, muss ich auf das Verhalten meiner User stärkeren Einfluss nehmen. Das erreiche ich, wenn ich mich stärker an den Bedürfnissen der einzelnen User orientiere, für jeden User zur richtigen Zeit das richtige Angebot habe.
Doch um die richtigen, kundenindividuellen Inhalte anbieten zu können, muss ich meine User besser kennen, müssen die richtigen Fragen gestellt werden. So zum Beispiel: Welche Eigenschaften hat mein User? Welchem Segment kann ich ihn zuordnen? Erkenne ich den User am Verhalten wieder?
Der Weg ist bereitet, nun muss er beschritten werden.

openBC kostet 30 bis 38 Euro

Die Zeichnungsfrist hat heute begonnen und endet am Mittwoch für Privatanleger um 12.00 Uhr (MEZ) und für institutionelle Anleger um 14.00 Uhr (MEZ).
Mit 30 bis 38 Euro wird die Aktie eher am unteren Ende der im Börsenprospekt nachzulesenden Erwartungen bewertet, die bis 58 Euro reichten. Der Gesamterlös aus dem Börsengang würde, falls alle Aktien plaziert werden, zwischen 75,2 und 95,4 Millionen Euro liegen, openBC wäre dann 156 bis knapp 198 Millionen Euro wert.

Der virtuelle Konzern

manager magazin 12/2006 (Titelkopf)

Ziemlich wenig Touristik hier auf dem Fischmarkt, bemerkte neulich ein A-Blogger im Gespräch. Stimmt. Das muss anders werden.

Das manager magazin hat im Dezemberheft eine sehr schöne Geschichte (nicht online) über Expedia, das auf dem besten Wege ist, die herkömmlichen Touristikkonzerne links zu überholen.

Mit einen Bruttoumsatz (=bewegtes Reisevolumen) von 15,6 Milliarden Dollar liegt Expedia heute schon knapp hinter der TUI und deutlich vor Thomas Cook – mit einem Bruchteil der Mitarbeiter (TUI: 50.500, Thomas Cook: 23.300, Expedia: 6.500). Der operative Gewinn kann sich sehen lassen. Der Unterschied:

Die Internettouristiker arbeiten

  • ohne eigene Hotels, Flugzeuge oder Auskunftsagenturen,
  • ohne Kataloge,
  • ohne langfristig kalkulierte Preise,
  • ohne Abhängigkeit von Reisebüros.

Ihre Ware kaufen sie frei am Markt und reichen sie mit einem Aufschlag weiter, meist via Internet, gelegentlich auch per Callcenter.

Was den etablierten Touristikern laut manager magazin Sorgen bereitet, ist das wachsende Eigengeschäft von Expedia. Die Bausteinreise kommt, aber anders als TUI & Co. sich das gedacht haben. Dabei setzt auch TUI inzwischen 1,8 Milliarden Euro im Internet um.

Ein hübscher Betrag, der allerdings vor allem bei Tochtergesellschaften anfiel: bei hauseigenen Fluglinien wie HLX oder beim Last-Minute-Spezialisten L’Tur, an dem der Konzern beteiligt ist.