Zum sechsten Mal hat Mary Meeker von Morgan Stanley beim Web 2.0 Summit ihre legendäre alljährliche Trendpräsentation gehalten. Jede Menge Stoff für jeden, der sich mit Trends in der Internetwirtschaft beschäftigt.
Wer es ganz kurz mag: Die Wirtschaftskrise ist überstanden, die momentanen Gewinner sind Facebook und Apple, das nächste große Ding wird das mobile Internet. [via1, via2]
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simyo hat jetzt ein Blog
Die ersten Einträge stammen noch aus dem September, heute hat das neue Blog des Mobilfunkdiscounters simyo auch einen Link auf der Startseite spendiert bekommen. Das vielköpfige Autorenteam lässt regelmäßiges Blogging erwarten.
Zum Start erklärt Unternehmensgründer Rolf Hansen persönlich den Sinn und Zweck des Unterfangens:
Von Anfang an haben wir auf einen offenen und ehrlichen Dialog in alle Richtungen und auf eine enge Einbindung unserer Kunden sowie deren Wünsche gesetzt. Anregungen und Kritik haben wir, soweit machbar, konsequent auf eine Weiterentwicklung unseres Angebotes ausgerichtet.
Der simyo Blog soll es von nun an allen simyo Kunden und Interessierten ermöglichen, einen tieferen Blick in unser Unternehmen, auf die Menschen dahinter und das alltägliche Leben „an Bord“ von simyo zu werfen. Ebenso hoffe ich, daß der simyo Blog sich zu einer weiteren Dialog-Plattform für den Austausch zwischen dem simyo Team und unseren Kunden sowie allen anderen Marktteilnehmern entwickeln wird.
Wie bei simyo üblich werden wir im simyo Blog auf Ehrlichkeit, Fairness und Transparenz achten. Und jede Form von konstruktivem Feedback ernst nehmen.
Schon die ersten Kommentare zeigen, dass Gesprächsbedarf besteht. Und Rolf Hansen nimmt den Ball sofort wieder auf:
Hinsichtlich neuer Produkte (zB Daten-Flat) werden wir genauso wie in der Vergangenheit vorgehen: sofern wir merken, daß die Nachfrage nach einem neuen Angebot groß genug ist (und dies erfahren wir in der Regel von unseren Kunden) setzen wir alles daran ein zu simyo passendes Produkt schnell in den Markt zu bringen.
Hierbei sind wir auf unsere Partner, also E-Plus als Netzbetreiber und Bertelsmann/arvato (IT-Backend, Logistik, Kundenservice und Billing) sowie SinnerSchrader (Internet Front-End) angewiesen – was bei komplexen Projekten einiges an Aufwand und Zeit erfordert. Es ist eben nicht wirklich einfach, wirklich einfach zu sein!
Wenn wir gute Anhaltspunkte dafür haben, daß der Aufwand den wir betreiben müssen in einem gesunden Verhältnis zur Nachfrage steht legen wir los – trotzdem kann die Umsetzung manchmal Monate dauern.
Womit last, but not least auch erwähnt wäre, dass simyo ein Kunde von SinnerSchrader ist. Von hier aus die besten Wünsche für das Blog!
Original und Fälschung
Manches Original ist offensichtlich so gut, dass es Plagiate geradezu magisch anzieht. Unseren Kunden simyo hat es nun schon zum (mindestens) zweiten Mal getroffen. Doch sehen Sie selbst.
Original
Fälschung
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Ein paar Unterschiede sind durchaus zu erkennen, avantaje ist keine 1:1-Kopie und geht auch nicht so weit wie eine andere Copycat, die sich seinerzeit gleich beim Quellcode bedient hatte…
Von Melkkühen und Fixkosten
Beim Supermarkt um die Ecke ist es die Milch, bei den europäischen Mobilfunkanbietern die Inlandsfestnetzminute, oft sogar noch irrationaler der Preis für ein neues Handy. Was die Verkaufspsychologie unter einem „Eckpreis“ versteht, wissen wir spätestens seit die Milchbauern auf die Straße gingen, um faire Verträge mit den Molkereien zu erstreiten.
Der durchschnittliche Discounterkunde nimmt sich nicht die Zeit, den Preis für jedes Stück Käse oder die Dose Erbsen mit denen bei Aldi, Lidl oder Plus zu vergleichen – das hat etwas mit Transaktionskosten zu tun und macht auch intuitiv viel Sinn. Also signalisiert der Supermarkt um die Ecke dem Konsumenten mit seinem günstigen Milchpreis: Hier kannst Du was sparen.
Während die Discounter dafür bei den Molkereien und Milchbauern günstige Einkaufspreise durchsetzen müssen, haben es die Mobilfunkanbieter noch viel einfacher: deren Kostenstruktur ist geprägt von Fixkosten. Ob ich zehn oder 30 Minuten am Tag telefoniere, interessiert E-Plus, o2 & Co. höchstens langfristig, wenn das Netz überlastet ist und ausgebaut werden muss. Also können sie die Preise für eine Minute Telefonieren ins eigene Netz oder ins Festnetz (fast) beliebig senken, solange sie woanders ausreichende Deckungsbeiträge erwirtschaften: zum Beispiel bei absurd hohen Gebühren für Leistungen, die nur selten in Anspruch genommen und noch seltener vorher im Preis verglichen werden. Und vor allem: beim Roaming – dem Goldesel oder um im Bild zu bleiben: der Melkkuh der Mobilfunkindustrie.
Wer schon einmal im Ausland telefoniert hat, weiß: ein Telefonat, das im Inland in der Grundgebühr enthalten ist, kann an der Côte d’Azur, in der Toskana oder in Kopenhagen schon mal ein bis zwei Euro die Minute kosten. Noch härter trifft es den, der mobil ins Netz geht: gerne werden da sechs oder sieben Euro pro MB abgerechnet.
Ein Wochenende im Ausland mit ein paar Mails, ein wenig Surfen und Google Maps kostet also genauso viel wie mehrere Monate Datennutzung in Deutschland mit einem passenden Paket. Aber: es gibt überhaupt keinen Grund dafür. Na gut, den gibt es schon: niemand achtet bei der Wahl des Mobilfunktarifs auf einen günstigen Datentarif im Ausland, sondern auf den Minutenpreis im Inland – das ist auf den ersten Blick ja auch viel relevanter. T-Mobile, Vodafone und die anderen kassieren diese Preise nicht, weil die Nutzung entsprechende Kosten verursacht, sondern einfach weil sie es können. Die Konkurrenz verlangt dasselbe und den Kunden interessiert es bei der Kaufentscheidung nicht – er ärgert sich erst hinterher und hat ja doch keine Alternative.
Für die Mobilfunkanbieter machen die Roaminggebühren einen großen Brocken ihres Umsatzes aus, deswegen stehen sie fest zusammen. Aber wir werden eine ähnliche Entwicklung wie bei den Inlandstarifen erleben: irgendwann wird einer zucken und dann purzeln die Preise.
Und spätestens dann ist das mobile Web auch außerhalb der eigenen Landesgrenzen nicht mehr aufzuhalten.
Ursprünglich veröffentlicht auf staysynced.com.
Nokia übernimmt Plazes
Wie TechCrunch heute berichtet und Plazes bereits bestätigt, kauft Nokia das von Stefan Kellner und Felix Petersen gegründete Berliner Start-up.
Plazes gehört zu den ersten Start-ups der zweiten Generation in Deutschland. Stefan Kellner hat auf der next08 im Mai die aktuelle Beta der nächsten Version von Plazes präsentiert.