Der notorische Horst Schlämmer hat jetzt Führerschein. Als Agentur hinter dem Blog hat sich inzwischen Tribal DDB zu erkennen gegeben. Dem Medienhandbuch gilt die Aktion als „erste erfolgreiche Kommunikationsmaßnahme einer großen Marke im Web 2.0“.
Zu Beginn der zweiten Phase verschenkt die Agentur freiwillig den Google Juice und die Platzierung in den Deutschen Blogcharts. Denn nun gilt: Schlämmer hat Golf. Und laut w&v hält VW für möglich, dass Schlämmer künftig auch offline werben wird.
Metablogging
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Unter uns

Mit einem Blog unter dem schönen Namen „off the record“ sind jetzt die Macher des Frankfurter Fachblattes Horizont am Start. Meine Lieblingsrubrik wird definitiv Spießer Alfons.
Zwischen Grevenbroich und Essen

Das Schlämmerblog hat in den Deutschen Blogcharts in Woche 4 schon Platz 29 erklommen. Bei Blogscout liegt es auf Platz 2. Und Horst Schlämmer macht Führerschein auf Kosten von VW. Hätten wir das auch endlich geklärt und können uns frischen Themen zuwenden.
Zum Beispiel Westropolis. Das Kultur-Blog von West Eins hat diese Woche den Vorhang gehoben und wird von den üblichen Verdächtigen Medienbeobachtern als Vorbote der WAZ 2.0 insgesamt wahrgenommen. Westropolis ist ein Teil der WAZ-Aktivitäten zur Kulturhauptstadt 2010 in Essen und Umgebung.
West-Eins-Chefin Katharina Borchert plaudert in einer Blogsprechstunde bei politik-digital ein wenig aus dem Nähkästchen:
Yep, wir haben westropolis.de als eine Art Pilotprojekt gestartet – Spielwiese trifft das schon sehr gut. Wir wollten intern sowohl technische als auch redaktionelle Abläufe proben. Westropolis wird dann in westeins integriert.
Und wie sieht die WAZ 2.0 aus?
Die WAZ sieht im Web 2.0 immer noch wie eine klassische Nachrichtenseite aus, bietet aber vielfältige Interaktionsmöglichkeiten, angefangen von Kommentaren (unregistriert möglich) bis hin zu eigenen Blogs von Lesern, social bookmarking und so weiter. Die Planungen für westeins sind sehr weit gediehen und befinden sich irgendwo mitten in der Umsetzung.
Es bleibt spannend.
Blogrolle 2.0
Ja, diese Überschriften mit Versionierung nutzen sich ab. Das stimmt.
Andererseits produzieren große Teile der Kommunikationsfachpresse schon seit Jahrzehnten ihre Überschriften mit der Methode $AGENTUR $PSEUDOWITZIGES_WORTSPIELVERB $MARKE. Hier ein aktuelles Beispiel aus der w&v.
Unsere neue Autorin Carmen Ullrich-Nolte, die gestern ihr Debüt auf dem Fischmarkt gab, wollte wissen, was ich für den Fischmarkt lese. (Ja, ich weiß, die Nachbarstände in der rechten Spalte müssen mal aktualisiert werden.)
Hier gibt es alles, live und in Farbe. Google Reader sei Dank.
Horst Schlämmer macht es selbst

Er ist der Neueinsteiger der Woche in den Deutschen Blogcharts: Von Null auf 87 schaffen es Horst Schlämmer und sein auf dem Fischmarkt schon hinreichend gewürdigtes Schlämmerblog.
Das auch hier zu lesende Gerücht, Hape Kerkeling lasse vloggen, wird mir gegenüber von einem dementiert, der es wissen muss. Die Filme sind demnach zu 100 Prozent sein Werk, und auch an den Texten sei er beteiligt, heißt es. Und seien wir ehrlich: So lesen sie sich auch.
Horst Schlämmer polarisiert. So ist die Kunstfigur angelegt. Die meisten Kritiker, allen voran eine andere, im Fernsehen weniger, dafür im Netz bekannte fiktive Person, verfehlen übrigens den Punkt. Das Schlämmerblog ist eher Branded Entertainment als virales Marketing. Viral war allenfalls der Frühstart in der letzten Woche, denn eigentlich sollte es wohl erst heute starten.
Und seien wir nochmal ehrlich: Man muss Horst Schlämmer nicht mögen, aber schlecht gemacht ist das Blog nun wirklich nicht.