
Zwischenüberschrift in Der Aktionär (52/05)
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Zwischenüberschrift in Der Aktionär (52/05)

Gemeinhin gelten ja Tchibo und Teleshopping als Vorreiter in Sachen Impulskauf. Nun zeigt HSE24 auch im Online-Shop Produktvideos. Ich musste ziemlich lange suchen, bis ich ein Beispiel fand: den Weihnachtsbären 2005.
Das arme Tier rotiert im Video (ohne Ton!) auf einer Scheibe und bewegt
sich dabei etwas mechanisch… Idee gut, Ausführung eher schlicht.
Schon wieder Freitag. Also schnell weg mit allem, was weg muss hier auf dem Fischmarkt. Was habe ich da in meiner Kiste?
The End of Shopping beschwor Walter Kirn am vergangenen Wochenende im Magazin der New York Times. Er beschreibt die denkbaren Konsequenzen einer einfachen Technologie: Mobilfunkgeräte mit eingebauten Barcode-Scannern, die einen Echtzeit-Preisvergleich via Internet erlauben. Das wahrscheinliche Resultat: Preisunterschiede und damit die Jagd nach dem Schnäppchen gehören der Vergangenheit an. Händler müssen andere Differenzierungsmerkmale suchen – oder gnadenlos den billigsten Preis anbieten. [Exciting Commerce]



Und nächste Woche erzähle ich, wie ich Snarf finde, den Social Network and Relationship Finder von Microsoft Research. Gerade installiert.
12 Prozent Umsatzwachstum,
so berichtet
Golem, erwartet der
HDE
für das laufende Online-Weihnachtsgeschäft (Umsatz in den Monaten November und
Dezember). Das wäre deutlich weniger als die 17 Prozent, um die der
E-Commerce-Umsatz im ersten Halbjahr 2005 wuchs. Insgesamt sollen in den beiden letzten Monaten
des Jahres 3,6 Mrd. Euro über die Netzladentheken wandern, was 25 Prozent des
Jahresumsatzes entspricht.
Der HDE wagt sich als erster mit einer Prognose für 2006 vor: Demnach werden im
nächsten Jahr etwa 16,3 Mrd. Euro (2005: 14,5) umgesetzt, der Zuwachs
wird also – genau wie für das laufende Jahr prognostiziert – 13 Prozent betragen. Die
HDE-Zahlen liegen im Mittelfeld zwischen den
Angaben
des Bitkom, der bereits im Jahr 2004 einen B-to-C-Umsatz von 22,3 Mrd. Euro
gesehen haben will, und den 6,1 Mrd. Euro Online-Umsatz, die der
bvh
nennt.
Der Unterschied dürfte bei den Definitionen zu suchen sein: Während der
bvh nur Waren im Versandhandel betrachtet, rechnet der HDE neben klassischen
Handelswaren auch Dienstleistungen (zum Beispiel Lieferservices),
Nutzungsrechte (etwa Reisen, Tickets) und Informationen (unter anderem
kostenpflichtige Downloads) dazu. Wie jedoch der Bitkom zu seinen Zahlen kommt, erschließt sich mir nicht.
Peter Turi – die Älteren unter uns werden sich erinnern: der frühere Chef des kress report – hat Anfang September für das Werberblatt w&v die Lage der Powerseller bei Ebay beschrieben. Jetzt steht der Text auch im Web zur Verfügung. Auszug:
Mathias Schrader von der Agentur SinnerSchrader analysiert kühl: „Powerseller verkaufen zunehmend zu Grenzkosten.“ […] Weil Joop, Samsung, Sony und Co. den Online-Vertrieb „nur mit der
Kneifzange“ anfassen, die Nachfrage nach diesen Marken bei Ebay aber
hoch ist, stärken Hersteller, „die mit verschränkten Armen
danebenstehen“, nur Händler, die auf Re-Importe, den Graumarkt und
Fälschungen setzen. Und genau diese „Kistenschieber“ machen die Preise
und die Marke kaputt. Der Kunde laufe mit den unseriösen Ebay-Preisen
zum Händler, um sich dort zu beschweren. Nur mit einer „offensiven
Online-Strategie“, so Schrader, bekommen die Marken das Heft des
Handelns wieder in die Hand.Denn bei allen Stärken von Ebay,
zu denen Schrader zählt, dass pfiffige, kreative Kleinunternehmer immer
wieder mit frischen Ideen und Nischenprodukten für Innovationen sorgen
und Trends auslösen können: Eines schafft Ebay nicht – eine dauerhafte,
personalisierte Kundenbindung. Der reife Konsument sucht „auch online
Bindung“, glaubt Schrader. Ebay bleibe ein „wundervoller
Abenteuer-Spielplatz“, Convenience, Bindung und Verlässlichkeit könnten
aber nur Marken bieten. „Irgendwann möchte man seinen PC nicht mehr
ersteigern, sondern bequem bei Apple oder Dell kaufen und nachordern“,
sagt Schrader.